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	<title>Frank Kimmerle</title>
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		<title>Die Grünen in Baden-Württemberg: Sensation oder Wende?</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 06:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Die gewonnene Wahl von Kurt Beck in Rheinland-Pfalz geht eigentlich unter, nachdem im konservativen Baden-Württemberg die Sensation eines grandiosen Wahlsiegs der Grünen gelungen ist. Meinen Glückwunsch an Herrn Kretschmann, der eigentlich nur Finanzminister werden wollte und nun wohl aller Wahrscheinlichkeit Landesvater werden wird!</p> <p>Ich bin ein Freund von Veränderungen und daher freue ich mich über ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gewonnene Wahl von <strong>Kurt Beck</strong> in <strong>Rheinland-Pfalz</strong> geht eigentlich unter, nachdem im konservativen <strong>Baden-Württemberg</strong> die Sensation eines grandiosen<strong> Wahlsiegs der Grünen</strong> gelungen ist. Meinen Glückwunsch an Herrn <strong>Kretschmann</strong>, der eigentlich nur Finanzminister werden wollte und nun wohl aller Wahrscheinlichkeit Landesvater werden wird!<span id="more-889"></span></p>
<p>Ich bin ein Freund von Veränderungen und daher freue ich mich über den Wahlsieg der Grünen. Mehr freue ich mich aber, dass extreme Kräfte von links und rechts in beiden Landesparlamenten keinen Einfluss haben werden. Einige Makel bleiben jedoch.</p>
<p>Lange werden die Grünen mit dem Vorwurf zu kämpfen haben, sie hätten die Wahl nicht aus eigener Kraft, sondern wegen vieler weltumspannender Ereignisse gewonnen. <strong>Stuttgart21</strong> dürfte alleine nicht zum Wahlsieg verholfen haben. Vielmehr waren es die dramatischen Umstände um japanische Atomkraftwerke, die die deutsche Diskussion um Nuklearenergie in einer vollkommen neuen Qualität haben auflodern lassen. Die Grünen konnten dies offensichtlich am geschicktesten und gewinnbringensten im Wahlkampf umsetzen.</p>
<p>Wir leben aber in einer politisch sehr schnellen Welt. <em>Politische Stimmungen schwanken heute durch die mediale Wirkung in nur Minuten.</em> Die künftige Landesregierung in Baden-Württemberg muss daher unglaublich schnell handfeste Ergebnisse liefern, will sie die Euphorie über die Legislaturperiode hinweg halten und auch künftige Wahlen dort, wie auch in anderen Ländern, gewinnen.</p>
<p>Diese Wahl war eine Sensation, die Wende war sie noch lange nicht &#8211; diese hat eben erst vielleicht begonnen. Ich bin gespannt, was die kommenden Jahre bieten werden und wie der Wähler auf die Erkenntis reagieren wird, dass auch eine grün geführte Landesregierung keine Lösungen für alle Probleme hat.</p>
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		<title>Wenn wir Wikileaks nur nicht hätten&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 06:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Seit diesem Wochenende wissen wir, was amerikanische Diplomaten von unseren führenden Politiker halten &#8211; Wikileaks macht&#8217;s möglich. Westerwelle sei &#8220;eitel und imkompetent&#8221; und hätte im Grunde kein Interesse an Außenpolitik. Bundeskanzlerin Merkel sei &#8220;methodisch, rational und pragmatisch&#8221;. Großes Lob erfährt demnach unser Verteidigungsminister zu Guttenberg. Böse Zungen könnten könnten jetzt behaupten, dass man da alles ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit diesem Wochenende wissen wir, was amerikanische Diplomaten von unseren führenden Politiker halten &#8211; <strong>Wikileaks</strong> macht&#8217;s möglich. <strong>Westerwelle</strong> sei &#8220;eitel und imkompetent&#8221; und hätte im Grunde kein Interesse an Außenpolitik. <strong>Bundeskanzlerin Merkel</strong> sei &#8220;methodisch, rational und pragmatisch&#8221;. Großes Lob erfährt demnach unser <strong>Verteidigungsminister zu Guttenberg</strong>. Böse Zungen könnten könnten jetzt behaupten, dass man da alles vorher schon gewusst hätte. Aber ernsthaft: Was wollen uns die <strong>Wikileaks</strong>-Macher damit sagen?<span id="more-826"></span></p>
<p>Die ursprüngliche Intention von <strong>Wikileaks</strong> war es, &#8216;wichtige Informationen publik zu machen&#8217;. So die Organisation über sich selbst. Seither veröffentlicht sie Massen an Dokumenten, die ohnehin nie ein Mensch wird lesen können. Erst Ende Oktober stellte Wikileaks beinahe 400.000 Dokumente online, die die Kriege im <strong>Irak</strong> und in <strong>Afghanistan</strong> dokumentieren sollten. All diese Angaben auf Authentizität hin zu überprüfen dürfte zumindest für den Normalsterblichen kaum möglich sein.</p>
<p>An diesem Wochenende hat <strong>Wikileaks</strong> wieder rund 250.000 Dokumente veröffentlicht, die u.a. Notizen und Einschätzung von Politikern enthalten. Inwieweit es &#8216;wichtig&#8217; sein sollte, was der amerikanische Diplomat über die deutsche <strong>Bundeskanzlerin</strong> hält, sei dahingestellt.</p>
<p><strong>Wikileaks</strong> hat als &#8220;Robin Hood&#8221; der Informationen begonnen und wollte Missstände aufdecken, die insbesondere im Zusammenhang mit Kriegen begangen wurden und werden. Vertuschungen sollten aufgedeckt und internationale Politik transparenter werden. Dies mag alles richtig und auch wichtig sein.</p>
<p>Jedoch hat <strong>Wikileaks</strong> mit den letzten Veröffentlichungen vor allem eines aufgezeigt: Es geht weniger um die Sache und die unparteiische Aufklärung, sondern um die Demontage und Bloßstellung der <strong>Vereinigten Staaten</strong>. Dies hat nichts mehr mit Aufklärung oder Demokratie zu tun. Ich glaube, die <strong>Wikileaks</strong>-Macher haben Ihre Verantwortung noch nicht verstanden oder arbeiten bewusst in sinnloser Zerstörungswut.</p>
<p>Politik wird von Menschen gemacht, die ebenso ihre Schwächen haben, wie der Normalmensch auf der Straße. Es kann nicht gut sein, eben diese menschlichen Schwächen zu publizieren und diese bis ins Detail zu zerlegen. Wie an jedem anderen Arbeitsplatz auch, kommen auf der (internationalen) Regierungsebene Menschen zusammen, die mal besser und mal weniger gut miteinander können. Welchen Sinn soll es machen, solche Einschätzungen der Persönlichkeit zu veröffentlichen? Durch Missverständnisse und Missstimmungen sind in der Vergangenheit nicht selten auch Kriege ausgebrochen!</p>
<p>Ich würde mir wünschen, <strong>Wikileaks</strong> würde sich seiner Ursprünge besinnen und wirklich solche Informationen publik machen, die einen wirklichen Mehrwert für die Gesellschaft haben und die die Kontrolle von Regierungen durch ihre Völker einfacher machen. Sich damit zu brüsten, hunterttausende Dokumente zu veröffentlichen, deren Gehalt ohnehin nicht nachgeprüft werden kann, hat nichts mit verantwortungsvollem Journalismus zu tun, sondern mir Populismus der primitivsten Art.</p>
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		<title>Auch keine Heilsbringer: DIE GRÜNEN</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 07:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>DIE GRÜNEN befinden sich im Aufwind und haben stellenweise mehr Zuspruch in den Sonntagsfragen als die Sozialdemokraten. Man sieht sich auf Augenhöhe mit der SPD und immer mehr als Volkspartei. Jürgen Trittin, so scheint mir, träumt wohl zwischenzeitlich von der Kanzlerschaft.</p> <p>DIE GRÜNEN haben es geschafft, populäre Protestaktionen gegen Stuttgart21 und die Castor-Transporte für sich zu nutzen. Gerade ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DIE GRÜNEN</strong> befinden sich im Aufwind und haben stellenweise mehr Zuspruch in den <strong>Sonntagsfragen</strong> als die <strong>Sozialdemokraten</strong>. Man sieht sich auf Augenhöhe mit der <strong>SPD</strong> und immer mehr als <strong>Volkspartei</strong>. <strong>Jürgen Trittin</strong>, so scheint mir, träumt wohl zwischenzeitlich von der Kanzlerschaft.<span id="more-813"></span></p>
<p><strong>DIE GRÜNEN</strong> haben es geschafft, populäre Protestaktionen gegen <strong>Stuttgart21</strong> und die <strong>Castor-Transporte</strong> für sich zu nutzen. Gerade bei den den Castor-Transporten ließen sich bizarre Szenen beobachten:</p>
<ul>
<li>Grüne Politiker wie <strong>Claudia Roth</strong>, <strong>Cem Özdemir</strong> oder eben dem Traumkanzler <strong>Jürgen Trittin</strong> lassen sich zusammen mit dem Fraktionschef der LINKEN, <strong>Gregor Gysi</strong> vor den Demonstranten fotografieren. Beinahe zeitgleich wird ein Polizeipanzer angezündet &#8211; mit den Polizisten drin.</li>
<li>Einzelne anderegrüne Politiker nehmen an Protestaktionen teil und übernachten als &#8220;friedliche Demonstranten&#8221; auf den Schienen, über die die <strong>Castoren</strong> rollen sollen. Spätestens seit der vielfach kritisierten Aktion des Bundestagsvizepräsidenten <strong>Wolfgang Thierse</strong> sollte man wissen, dass sich solche Teilnahme für Politiker nicht unbedingt ziemen.</li>
<li>Bei der Diskussionsrunde von <strong>Markus Lanz</strong> lässt sich <strong>Claudia Roth</strong> nur mühsam aus der Nase ziehen, dass ihre Partei lediglich zu friedlichen Protesten aufgerufen hätte. Die Frage lautete allerdings, ob sich <strong>DIE GRÜNEN</strong>  von (illegalen) Gewaltaktionen distanzieren würden. Zumindest <strong>Claudia Roth</strong> tat das nicht.</li>
</ul>
<p>Im Gegenteil die gewalttätigen Ausschreitungen werden sogar noch indirekt in Schutz genommen und die Causa dafür der <strong>Bundesregierung</strong> zugeschoben. Mehr als 24 Stunden waren die Polizisten teilweise im Einsatz und körperlich am Ende. Es ist aber nicht die Bundesregierung, die den Ordnungshüter förmlich fertig macht, sondern es sind diejenigen, die Steine werden, Autos (mit Menschen) anzünden oder eben die Polizisten von jeglicher Versorgung abschneiden.</p>
<p>Allerdings scheint <strong>Claudia Roth</strong> das Thema <strong>Castor</strong> tatsächlich schlaflose Nächte zu bereiten. Sie hatte bei der besagten Diskussionsrunde die gleichen Klamotte an, wie nur einen Tag später in der <strong>Bundestagsdebatte</strong>.</p>
<p>Nach wie vor erfährt man aus den Reihen ihrer Partei keinerlei Alternativ-Vorschläge und vernimmt förmlich nur Gemotze. Offenbar haben ihre Kollegen in den vergangenen fünf Jahren in der Opposition das Regieren bereits wieder verlernt und so bleibt die größte inhaltliche Errungenschaft der <strong>GRÜNEN</strong> nach wie vor das <strong>Dosenpfand</strong> und die dunkle Erinnerung an einen grandiosen Außenminister <strong>Joschka Fischer</strong>.</p>
<p><strong>DIE GRÜNEN</strong> haben sich in den letzten Wochen in <strong>Stuttgart</strong> und beim <strong>Castor</strong> gut verkaufen können. Mehr nicht. Ihren Höhenflug wird die Partei aber nicht halten können, wenn sie nicht bald mit wirklichen inhaltlichen Alternativen anbieten.</p>
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		<title>Kernkraftwerke, Alternativen und Debattenkultur</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 07:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Der Bundestag hat gestern unter &#8211; großem Protest der Opposition &#8211; die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke beschlossen. Lange hat es wohl schon keine Debatte mehr im Bundestag gegeben, die derart emotional, teils aber auch substanzlos, geführt wurde. Am Ende hat die Regierungskoalition ihr Programm durch den Bundestag gemüht. Die Opposition kündigt eine Verfassungsklage an. ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundestag hat gestern unter &#8211; großem Protest der Opposition &#8211; die <strong>Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke</strong> beschlossen. Lange hat es wohl schon keine Debatte mehr im <strong>Bundestag</strong> gegeben, die derart emotional, teils aber auch substanzlos, geführt wurde. Am Ende hat die <strong>Regierungskoalition</strong> ihr Programm durch den <strong>Bundestag</strong> gemüht. Die <strong>Opposition</strong> kündigt eine <strong>Verfassungsklage</strong> an. <span id="more-796"></span></p>
<p>Bereits vor wenigen Tagen hat die <strong>Opposition </strong>ein Gutachten präsentiert, wonach die Art und Weise <strong>verfassungsrechtlich unzulässig</strong> wäre, wie die <strong>Regierungsparteien</strong> ihr Vorhaben am <strong>Bundesrat</strong> vorbei, durch das Parlament bringen. Allerdings frage ich mich dann, warum die <strong>Opposition</strong> in solcher Siegessicherheit die Debatte derart angestachelt und aufgewühlt hat. Im Grunde hätte man sich zurücklehnen können. <em>Vielleicht liegt es daran, dass auch sie erkannt hat, dass Recht in Deutschland nicht durch Gutachter, sondern durch Richter rechtsgültig gesprochen und interpretiert wird.</em></p>
<p>Man kann der <strong>Atomkraft</strong> wirklich sehr zweifelnd gegenüber stehen und man würde sich gut daran tun, sich so schnell als nur möglich <strong>von nuklearer als auch von schmutziger Energiegewinnung zu trennen</strong>, allerdings muss man sich auch fragen, ob wirklich schon der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist.</p>
<p>Vor allem in der <strong>Automobilindustrie</strong> werden derzeit Technologien vorangebracht, deren Engeriebedarf offenbar noch nich annähernd berechnet sind. Ich habe bislang noch keine Studie gefunden, aus der ein zu erwartender <strong>Energiebedarf eben bspw. für Elektroautos</strong> erkenntlich wäre &#8211; und natürlich wie dieser dann erzeugt werden soll. Der <strong>Bundesumweltminister Röttgen</strong> kritisiert zurecht die Alternativenlosigkeit der Opposition. <em>Alternativen zu bieten, das ist vor allem Aufgabe der Parteien, die nicht direkt im Regierungsprozess eingebunden sind.</em> Bereits früher habe ich eben dieses Fehlen bemängelt, welches gestern einen seiner Höhepunkte im Berliner Reichstag erreicht hat.</p>
<p>Bevor wir uns den effizienten Energiegewinnungen loslagen, brauchen wir zunächst einmal funktionierende Alternativen, die bislang bei weitem nicht ausgereift sind. So würde ich mir, gerade in Fragen der Zukunftstechnologien, mehr Beteiligung und Kosntruktivität wünschen. Jedoch scheint mir Ruf ungehört zu verhallen, weil mit Sachlichkeit heute keinen Stimmen mehr zu gewinnen sind.</p>
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		<title>HartzIV und warum es dieser Neuermittlung bedurfte</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 10:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Im Februar 2010 wurde die Bundesregierung vom Bundesverfassungsgericht aufgefordert, die Ermittlung der HartzIV-Sätze transparanter zu machen. In der Überarbeitung wurden die einzelnen Positionen, die in die Ermittlung mit einfließen, bewertet. Heraus kam eine Erhöhung um EUR 5,- auf EUR 364,- pro Monat. Der Aufschrei der Oppositionsparteien war weit zu hören &#8211; sie würde diese Reform im ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Februar 2010 wurde die <strong>Bundesregierung</strong> vom <strong>Bundesverfassungsgericht</strong> aufgefordert, die Ermittlung der <strong>HartzIV</strong>-Sätze transparanter zu machen. In der Überarbeitung wurden die einzelnen Positionen, die in die Ermittlung mit einfließen, bewertet. Heraus kam eine Erhöhung um EUR 5,- auf EUR 364,- pro Monat. Der Aufschrei der Oppositionsparteien war weit zu hören &#8211; sie würde diese Reform im Bundesrat blockieren.<span id="more-750"></span></p>
<p>Allerdings machte die Bundesregierung die Ermittlung der <strong>HartzIV</strong>-Sätze nun derart transparant, dass offensichtlich selbst die Presse Probleme damit hat, damit umzugehen. So heißt es etwas auf der Internet-Seite des <strong><a href="http://www.bmas.de" target="_blank">Bundesministeriums für Arbeit und Soziales</a></strong>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Bei der Überprüfung, welche Ausgaben Geringverdiener in Deutschland tatsächlich tätigen, wurden wenige Positionen neu hinzugefügt (z.B. Internet-Softwaredownloads, Praxisgebühr) und &#8220;nicht regelsatzrelevante&#8221; (z.B. Kraftfahrzeuge, Haushaltshilfen, Flugreisen, aber auch illegale Drogen, Tabak, Alkohol, Glücksspiel) oder anderweitig gedeckte Positionen (z.B. Unterkunftskosten) ausgeschlossen.&#8221;<br />
</em>(Quelle: <a href="http://www.bmas.de/portal/47956/2010__09__26__regelsaetze__sgb2.html">http://www.bmas.de/portal/47956/2010__09__26__regelsaetze__sgb2.html</a>, Zugriff am 28.09.2010)</p></blockquote>
<p>Es wurde als nicht einfache in Betrag in den Raum geworfen, der um EUR 5,- gegenüber dem alten Regelsatz gestiegen war, sondern es wurden die einzelnen Positionen, die bei der Berechnung von <strong>HartzIV</strong> eingehen, auf ihre Relevanz hin überprüft. Einge Positionen wurden in dieser Folge abgeschafft, andere hinzugefügt:</p>
<ul>
<li><strong>Alkohol</strong> und <strong>Tabak</strong> standen ja schon seit Längerem (zurecht, wei ich meine) auf der Liste der fragwürdigen Positionen. Neu ist für mich aber, dass es einen Posten für <strong>illegale Drogen</strong> gab. Ich schließe daraus, dass der Staat jahrelang den Konsum illegaler Drogen finanziell gefördert hat. Mehr als bedenklich!</li>
<li>Was ein Arbeitsloser sicherlich in aller Regel (!) nicht braucht, sind <strong>Haushaltshilfen</strong>. Ich glaube auch nicht, dass es dem einer weiteren Erläuterung bedarf. Und ist es auch definitiv verbranntes Geld, einem Erwerbsuntüchtigen das <strong>Lottospielen</strong> zu finanzieren.</li>
<li>Ebenso haben <strong>Flugreisen</strong> nichts in <strong>HartzIV</strong>-Sätzen zu suchen. Solche leisten sich nicht einmal viele derjenigen, die für ihr Einkommen arbeiten.</li>
</ul>
<p>So wird mir der Aufschrei der Oppositionsparteien auch klar, schließlich war es ein ehemals <strong>SPD</strong>-geführtes Sozialministerium, welches die noch geltenden <strong>HartzIV</strong>-Sätze beschlossen und den Staat damals aus falsch verstandenem (und vor allem falsch dargestellten Sozialgefühl) heraus zur Melkkuh gemacht hat. Der Skandal liegt nicht in den Vorschlägen der Ministerin <strong>Ursula von der Leyen</strong>, sondern primär in den Beschlüssen ihrer roten Vorgänger. Manchmal wäre es für eine Oppositionellen oder Gewerkschaftler besser, einfach den Mund zu halten.</p>
<p>Mir ist klar, dass Arbeitslose ein wichtiges <strong>Wählerpotenzial</strong> darstellen, jedoch arbeitet die <strong>Bundestagsopposition</strong> hier gegen die wirkliche Mehrheit des Landes, nämlich diejenigen, die das alles finanzieren müssen.</p>
<p><strong>Arbeitslosengeld</strong> und <strong>HartzIV</strong> dürfen keine Alternative zur Erwerbstätigkeit sein. Sie sind der Notanker für einen begrenzten Zeittraum. Der Staat, und damit seine Steuerzahler, sind freilich dazu angehalten, den sozial schwächeren unter die Arme zu greifen, sie sind aber nicht dazu verpflichtet, deren Lebensunterhalt gänzlich auf Dauer zu finanzieren. Der Staat ist darauf angewiesen, dass sich der Einzelne entsprechend seiner Möglichkeiten für das Gemeinwohl einbringt, darf ihm aber daher auch nicht den Anreiz nehmen eben genau das zu tun. Genau daran hakt aber derzeit unser Sozialsystem.</p>
<p>Viel wichtiger als EUR 5,- hin oder her ist es bspw., den Kindern betroffener Familien ein kulturelles und soziales Zusammenleben zu ermöglichen und deren Schulbildung zu fördern. Ebenso muss allem voran stehen, die Empfänger von Transferleistungen wieder als Leistungsträger in den sozialen Staat zu integrieren.</p>
<p>Es ist daher auch gut so, dass die o.g. Positionen aus dem HartzIV-Katalog genommen wurden und der Regelsatz nicht, wie von <strong>Andrea Nahles</strong> gefordert, auf über EUR 400,- gestiegen ist. Diese Entscheidung ist eine der wenigen, durch die die <strong>Regierung Merkel</strong> im letzten Jahr hat brillieren können und es täte auch den Sozialdemokraten und Grünen gut, ihre angekündigte Blockadehaltung im Bundesrat aufzugeben.</p>
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		<item>
		<title>Die Grünen gleichauf der SPD &#8211; beruhigend und beunruhigend zugleich</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 07:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Franz-Josef Strauß]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach der neuesten Sonntagsfrage liegen DIE GRÜNEN in der Wählergunst zwischenzeitlich gleich auf der SPD. Dieser Umstand war zwar schon seit einiger Zeit erwartet worden, doch kann ich mich mit solch einem Gedanken nicht wirklich anfreunden. Es beruhigt und beunruhigt mich zugleich.</p> <p>Es beruhigt mich, weil es DIE LINKE offensichtlich nicht geschafft hat, sich als Alternative zu ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der neuesten <strong>Sonntagsfrage</strong> liegen <strong>DIE GRÜNEN</strong> in der Wählergunst zwischenzeitlich gleich auf der <strong>SPD</strong>. Dieser Umstand war zwar schon seit einiger Zeit erwartet worden, doch kann ich mich mit solch einem Gedanken nicht wirklich anfreunden. Es beruhigt und beunruhigt mich zugleich.<span id="more-744"></span></p>
<p>Es beruhigt mich, weil es <strong>DIE LINKE</strong> offensichtlich nicht geschafft hat, sich als Alternative zu den Sozialdemokraten aufzustellen. Ihr Umfragewerte sind seit langem sehr stabil und variieren nur um ein bis zwei Prozentpunkte. Als die Alternative haben sich nun also <strong>DIE GRÜNEN</strong> platziert, eine Partei, die sich seit Jahren auf der politischen Bühne manifestiert hat und die es &#8211; vor allem unter der Regierung von Bundeskanzler <strong>Schröder</strong> &#8211;  gelernt hat, seriöse Politik zu machen.</p>
<p>Es beunruhigt mich, weil die <strong>politische Mitte Deutschlands</strong> offenbar nicht mehr in der Lage ist, Lösungen zu bieten. Die Hoffnungen scheinen im politischen Außenbereich zu liegen und es stet für mich zu befürchten, dass es einerseits zwar den Ruck von der Mitte nach links, aber auch von der Mitte nach rechts geben könnte und die politische Mitte somit förmlich ausdünnt. Was aber steht rechts der Union? <strong>Franz-Josef Strauß</strong> manifestierte einst, dass es keine Partei rechts der <strong>CSU</strong> geben dürfe und definierte so den &#8220;seriösen&#8221; rechten Rand der deutschen politischen Bühne.</p>
<p>Die Mitte-Parteien leiden alleridngs unter einer nie da gewesenen Profillosigkeit bei gleichzeiter (unbegründeter) Profilneurose. Die drei Jahre zur nächsten <strong>Bundestagswahl</strong> werden schnell vergehen &#8211; und damit auch eine Menge weiterer Zahlenspiele um Konstellationen und Mehrheiten. Aber auch viele Wahlen auf Landesebene wird es bis dahin geben, die als Testläufe dienen sollen.</p>
<p>So bleibt also vorerst nur zu hoffen, dass unsere etablierten Parteien bis dahin ihre Profile wieder schärfen und sich entsprechend klar von einander abgrenzen, und das wiederum auch ordentlich vermitteln können.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Verfallsdatum für den Führerschein, aber nicht für die Gesundheit</title>
		<link>http://www.frank-kimmerle.de/verfallsdatum-fur-den-fuhrerschein-aber-nicht-fur-die-gesundheit.html</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 05:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Nach dem Willen der EU soll der Führerschein künftig eine Gültigkeit von 15 Jahren haben. Das ist keine neue Erfindung der Bundesregierung, wie man meinen könnte, sondern die Konsequenz aus einer EU-Richtlinie von 2006, wonach es europaweit einheitliche Führerscheindokumente geben soll. Und eben jene Richtlinie muss die Bundesregierung bis nächstes Jahr durchsetzen. </p> <p>Besonders hervorgehoben ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Willen der EU soll der <strong>Führerschein</strong> künftig eine Gültigkeit von 15 Jahren haben. Das ist keine neue Erfindung der Bundesregierung, wie man meinen könnte, sondern die Konsequenz aus einer EU-Richtlinie von 2006, wonach es europaweit einheitliche Führerscheindokumente geben soll. Und eben jene Richtlinie muss die Bundesregierung bis nächstes Jahr durchsetzen.<br />
<span id="more-690"></span></p>
<p>Besonders hervorgehoben wir dabei, dass es <strong>keine neue Fahrprüfung</strong>, aber auch <strong>keinen Gesundheitscheck</strong> brauche, um den <strong>Führerschein</strong> verlängern lassen zu können. Die große Aufregung, die aber durch unser Land zieht, ist die Tatsache, dass man alle 15 Jahre <strong>Gebühren</strong> für einen verlängerten Führerschein bezahlen muss.</p>
<p>Auf die Frage, warum es in Deutschland eigentlich keine regelmäßigen <strong>Gesundheitsuntersuchungen</strong> für Autofahrer gäbe, antwortete der <strong>ADAC</strong> gestern in einem <strong>Bayern3</strong>-Interview, dass deutsche Senioren ohnehin nur marginal in der <strong>Unfallstatisitk</strong> verzeichnet wären und man als deutscher Autofahrer sowieso zum <strong>regelmäßigen Gesundheitscheck verpflichtet</strong> sei. &#8211; Schade nur, dass das so wenige wissen.</p>
<p>Warum sträuben wir uns eigentlich derart gegen regelmäßige Untersuchungen, die die <strong>Fahrtauglichkeit</strong> überprüfen sollen? Es mag zwar sein, dass es in der Tat nur verhältnismäßig wenige Menschen in Deutschland gibt, die ihren <strong>Führerschein</strong> wirklich abgeben sollten, allerdings ist jeder bspw. Depressiv-Suizidgefährdete mit &#8216;Lappen&#8217; ein Autofahrer zu viel unseren Straßen. Auch ist man gerne erstaunt darüber, dass sie auf einmal eine Brille bräuchte, obwohl man die letzten 20 Jahren doch gar nicht zum Augenarzt hat gehen müssen. Und natürlich ist der Führerschein gerade für Senioren ein Stück Freiheit und <strong>Lebensqualität</strong>.</p>
<p>In einem Volk mit 82 Millionen Bürgern sollte das <strong>Gemeinwohl</strong> aber dennoch Priorität genießen. Die Umsetzung dieser Richtlinie wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, Nägel mit Köpfen zu machen.</p>
<p>Sich über die anfallenden Gebühren aufzuregen, halte ich indess für ziemlich lächerlich. Wir reden hier schließlich nicht von horenden Summen, die man aufbringen muss, insbesondere dann, wenn man diese auf 15 Jahre verrechnet. Leider fahren heute noch weitaus genug Menschen mit einem grauen Führerschein durch unser Land, deren Bild rein gar nichts mehr mit den zu tun hat, wie der Inhaber heute tatsächlich aussieht. Gerade bei Reisen ins Ausland kann dies durchaus zum Hindernis und nicht billigen Umstand für die örtliche Justiz werden.</p>
<p>Die Bundesregierung hat eine Chance verpasst, für zumindest etwas mehr <strong>Sicherheit auf unseren Straßen</strong> zu sorgen. Gerade aber die <strong>Senioren</strong> und <strong>Führerscheininhaber</strong> sind eine zu <strong>starke und bedeutende Wählergruppe</strong>, als dass man diese derart aufs Spiel setzen könnte.</p>
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		<title>Bundeswehrreform: Woher sollen die Zivis kommen?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 05:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Wie einige seiner Vorgänger ist Verteidigungsminister zu Guttenberg ist dabei, die Bundeswehr von Grund auf zu reformieren. Ein kühnes Vorhaben, da er seinen Aussagen tatsächlich auch Taten folgen lässt. Eine Frage, die bei solchen Vorhaben immer wieder auftaucht und an der viele vergangene Vorhaben gescheitert sind, ist die der Zivildienstleistenden. </p> <p class="wp-caption-text">Jungendarbeitslosigkeit in Deutschland ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie einige seiner Vorgänger ist <strong>Verteidigungsminister zu Guttenberg</strong> ist dabei, die <strong>Bundeswehr</strong> von Grund auf zu reformieren. Ein kühnes Vorhaben, da er seinen Aussagen tatsächlich auch Taten folgen lässt. Eine Frage, die bei solchen Vorhaben immer wieder auftaucht und an der viele vergangene Vorhaben gescheitert sind, ist die der <strong>Zivildienstleistenden</strong>.<br />
<span id="more-660"></span></p>
<div id="attachment_676" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://www.frank-kimmerle.de/wp-content/uploads/2010/08/Jugendarbeitslosigkeit2010-06.jpg"><img class="size-medium wp-image-676" title="Jugendarbeitslosigkeit 2010-06" src="http://www.frank-kimmerle.de/wp-content/uploads/2010/08/Jugendarbeitslosigkeit2010-06-223x300.jpg" alt="Jungendarbeitslosigkeit in Deutschland Juni 2010" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Jungendarbeitslosigkeit in Deutschland Juni 2010</p></div>
<p>Wird die <strong>Wehrpflicht</strong> abgeschafft oder ausgesetzt, wären zwangsweise auch die Stellen der <strong>Zivildienstleistenden</strong> abgeschafft. Experten befürchten, dass hierdurch unser Sozialsystem kollabieren könnte oder nicht mehr bezahlbar wäre.</p>
<p>Woher sollten also die jungen Leute kommen, die in Krankenhäusern, Kirchengemeinden etc. Aufgaben im Dienst der Gesellschaft übernehmen? Ich wundere mich, dass diese Frage tatsächlich gestellt wird.</p>
<p>Im Juni 2010 hatten wir in Deutschland fast <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/36739/umfrage/jugendarbeitslosigkeit-in-deutschland-im-juni-2010/" target="_blank">300.000 Arbeitslose unter 25 Jahren</a> verzeichnen müssen, die teils noch nie einen Eurocent in deutsche Sozialkassen einbezahlt haben, aber nun schon in jungen Jahren auf <strong>HartzIV</strong>-Leistungen angewiesen sind. Diesen Menschen bleibt doch die Lust auf das (Arbeits-)Leben doch wahrlich im Halse stecken &#8211; und sie können oft noch nicht einmal etwas dazu. Diese Menschen fühlen sich oftmals perspektivlos.</p>
<p>Ein Einsatz im <strong>Zivildienst</strong> &#8211; der nicht nur darin besteht, alten Menschen den Hintern zu putzen -, könnte diesen jungen Menschen einerseite eben verloren geglaubte Perspektiven wiedergeben. Darüber hinaus würden auf diesen Weise Kontakte geknüpft werden können, die einem sowohl im Privat- als auch im Berufsleben weiterhelfen können.</p>
<p>Vor allem aber würden solche Aufgaben eine hässliche Lücke im Lebenslauf füllen und einem potenziell anwerbenden Unternehmen zeigen, dass es keine persönliche Lebenseinstellung war, die <strong>Arbeitslosigkeit</strong> verschuldet hatte.</p>
<p>Und volkswirtschaftlich würde uns ein solches Vorgehen wieder ein wenig mehr von dem Sozialen geben, welches wir in unserer <strong>Marktwirtschaft</strong> in den vergangenen Jahren verloren haben.</p>
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		<title>Google Street View: Lächerliches Sommertheater</title>
		<link>http://www.frank-kimmerle.de/google-street-view-lacherliches-sommertheater.html</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 05:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die jährlichen nachrichtlichen Sommerlöcher wurden schon mit allerhand Sinnfreiem gefüllt. Dieses Jahr hat sich mit der Diskussion um Google Street View aber ein nicht unwichtiges Thema gänzlich in die politische Lächerlichkeit verabschiedet.</p> <p>Inhaltlich wurde bisher nicht ein Grund genannt, der wirklich gegen die Aufnahmen des Onlinedienstes und deren Veröffentlichung sprechen würde. Alles, was man mit ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die jährlichen nachrichtlichen Sommerlöcher wurden schon mit allerhand Sinnfreiem gefüllt. Dieses Jahr hat sich mit der Diskussion um <strong>Google Street View</strong> aber ein nicht unwichtiges Thema gänzlich in die politische Lächerlichkeit verabschiedet.<span id="more-651"></span></p>
<p>Inhaltlich wurde bisher nicht ein Grund genannt, der wirklich gegen die Aufnahmen des Onlinedienstes und deren Veröffentlichung sprechen würde. Alles, was man mit <strong>Street View</strong> sehen würde, bekäme man auch zu Gesicht, würde man mit eine Bus oder einem LKW an einem Haus vorbeifahren. Würde man bei solch einer Fahrt ein Haus fotografieren und das Bild danach im Internet veröffentlichen &#8211; niemand könnte etwas dagegen tun. <strong>Google</strong> veröffentlicht sogar die Fototermine im Internet &#8211; das Umzugsunternehmen oder der örtliche ÖPNV fragen auch nicht nach, ob es an diesem oder jenem Tag genehm ist.</p>
<p>Die Verbraucherschutzministerin <strong>Ilse Aigner</strong> hat mit <strong>Google</strong> auch einen neuen Lieblingsfeind gefunden. Nachdem ihre Kritik an <strong>Facebook</strong> einerseits klanglos verhallt ist und die Art und Weise ihrer damaligen Diskussion über den Datenschutz auf dieser Plattform an die Reife einer Grundschule erinnert hatte, macht sie sich heute über <strong>Google</strong> her, um sich zu profilieren. Immerhin kann sie sich mit einer doppelten Widerspruchsfrist brüsten, die aber im Hinblick auf die Gesamtthematik so sinnlos wie unnötig ist.</p>
<p>Und während sich das Volk &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; gegen <strong>Street View</strong> auflehnt, fliegen andere Unternehmen mit Flugzeugen über unsere Städte und Dörfer, um nicht nur Häuserfronten, sondern auch unsere Gärten zu fotografieren &#8211; ohne, dass man das großartig bekannt geben würde (<strong>Microsofts Bing Maps mit Birdview</strong>). Und wieder andere nutzen die Gunst der Stunden und kommen Google schlicht und ergreifend zuvor: so kann man sich heute schon auf <a href="http://www.sightwalk.de" target="_blank">www.sightwalk.de</a> bereits heute virtuell durch die größten deutschen Städte fahren lassen.</p>
<p>Die Diskussion um <strong>Google Street View</strong>, als  Anlass für ein Überdenken des Persönlichkeitsrechts und des Datenschutzes in internet-geprägten Zeiten, wäre sicherlich nötig und sie wäre auch richtig, doch erleben wir dabei das Paradebeispiel, wie uns Medien teils auch mit Falsch-, Fehl- und Halbinformationen versorgen und dadurch die Gemüter anheizen. Eine sachliche Diskussion kommt hier nicht zustande.</p>
<p>Aber welchen Eindruck muss nun das Ausland von uns und unserer Diskussion haben? Wir brüsten uns damit, weltoffen zu sein, und dass wir uns nach dem Zweiten Weltkrieg weltweit wieder politisch wie wirtschaftlich integriert haben. Und was machen wir gerade jetzt? Wir zeigen uns verschlossen und suchen nach Kräften die Isolation im Inneren der eigenen vier Wände. Ein wirklicher Rückschritt in dem, was dieses Land in den vergangenen Jahrzehnten erreicht hat.</p>
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		<title>Anonymisierte Bewerbungen und die Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 07:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Kimmerle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Gestern ließ die Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder (ehemals Köhler) verkünden, dass ihr Ministerium demnächst nur noch anonymisierte Bewerbungen in ihrem Haus akzeptieren würde. So erhofft man sich, mehr Gerechtigkeit und Objektivität bei der Vergabe offener Stellen. In anderen Ländern &#8211; wie bspw. in England oder den USA - sind derartige Bewerbungen bereits usus. Sind solche anonymen Bewerbungsverfahren aber wirklich ... weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern ließ die Bundesfamilienministerin <strong>Dr. Kristina Schröder</strong> (ehemals Köhler) verkünden, dass ihr Ministerium demnächst nur noch <strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/bewerbung-im-familienministerium-zuschriften-bitte-ohne-foto-1.983308" target="_blank">anonymisierte Bewerbungen</a></strong> in ihrem Haus akzeptieren würde. So erhofft man sich, mehr Gerechtigkeit und Objektivität bei der Vergabe offener Stellen. In anderen Ländern &#8211; wie bspw. in England oder den USA - sind derartige Bewerbungen bereits usus. Sind solche anonymen Bewerbungsverfahren aber wirklich so wünschenswert?<span id="more-623"></span></p>
<p>Keine Angaben zu Geschlecht, Religion, Alter, Behinderungen, Nationalität oder Familienstand; darüber hinaus kein Foto. Nur noch solche selbstzensierten Bewerbungsunterlagen will das Familienministerium akzeptieren, um mehr Chancengleichheit zu fördern.</p>
<p>Aber nicht wirklich weit sind solche Ideen aber gedacht. Wir leben in einer Welt von <strong>Web 2.0</strong>, dem <strong>Mitmach- und Selbstdarstellungs-Web</strong>. Selbst mit recht mageren Angaben kann man heute Menschen eindeutig auf Plattformen wie <strong><a href="https://www.xing.com/go/invite/3324224.d22742" target="_blank">Xing</a></strong>, <strong><a href="http://www.linkedin.com" target="_blank">LinkedIn</a></strong> oder <strong><a href="http://www.facebook.com" target="_blank">Facebook</a></strong> zweifelsfrei identifizieren. D.h. Leute, die ihr Profil heute in einem solchen Verzeichnis einstellen, werden die Nutznießer solcher Regelungen. Oder sollte man Personalern etwas den Umgang mit dem Medium Internet verwehren?</p>
<p> Wirklich anonyme Menschen bleiben hier womöglich auf der Strecke. Unterm Strich werden Chancen nicht ausgeglichen, sondern nur zugunsten andere Gruppen verlagert.</p>
<p>Auch <strong>Frauenrechtler</strong> müssten bei solchen Bewerbungsverfahren Sturm laufen. Sollte bspw. die <strong>Deutsche Telekom</strong> auf solche Verfahren umstellen, wären die erst kürzlich eingeführten <strong>Frauenquoten</strong> nicht mehr haltbar. Am Ende einer Ausschreibung würde dann ggf. ein besserer Bewerber den Kürzeren ziehen, weil er das falsche Geschlecht hat.</p>
<p>Einmal ehrlich, es gibt eben manche Jobs, da kommt es eben schon darauf an, wie man sich auch optisch präsentiert. Ein Vertriebler oder Verkäufer mit Hochwasserhosen und fettigen Haaren ist im Grunde in allen Branchen schlichtweg deplatziert. Ähnliches im internationalen Verkauf: In anderen Ländern haben Geschlecht und Sexualität einen anderen Stellenwert als bei uns. Erst kürzlich hat man den Außenminister <strong>Dr. Guido Westerwelle</strong> dafür kritisiert, dass er sich von seinem Lebensgefährten in Länder begleiten lässt, in denen Homosexualität verpöhnt, sogar unter schwere Strafen gestellt sind. Wenn es hier schon in der Politik derartige Kritik regnet, was geschieht dann erst im freien Wettbewerb?</p>
<p>Aber einmal anders herum gefragt: Was geschieht in Fällen, in denen gerade die Nationalität, das Geschlecht oder der Familienstand ein inhltlicher Vorteil für einen bestimmten Job wäre?</p>
<p>Auch sind eben solche Vorstöße meines Erachtens der falsche Weg, Toleranz und Integration zu schaffen. Das Verschweigen solcher Angaben wie die Nationalität wirken doch gerade dann wie Stigmata, wenn man sie verschweigen muss.</p>
<p>Zwar sind solche anonymisierten Bewerbungsverfahren gut gemeint, kommen aber Jahre zu spät. Und auch hätte man sie in früheren Jahren eingeführt, wären sie heute überholt.</p>
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